Quelle: Die Dreidimensionale Ernährungspyramide. Hrsg. aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V., Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

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ERNÄHRUNG
Fit mit Obst, Gemüse und Getreide
Die Gruppe der pflanzlichen Lebensmittel sollte neben Wasser den Hauptanteil im Rahmen einer gesundheitsorientierten Speisenplanung ausmachen. Pflanzliche Lebensmittel sind wichtig für die Versorgung des Körpers mit Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Etwa ¾ der verzehrten Lebensmittel-Menge sollte aus dieser Gruppe stammen.
Obst und Gemüse stehen auf der Pyramidenseite ganz unten, da sie eine hohe Nährstoffdichte haben und energiearm sind. Sie liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Um diese zu erhalten ist es wichtig, möglichst reife und frische Lebensmittel zu kaufen und diese optimal zu lagern und zuzubereiten.
Tipps für „Obst- und Gemüsemuffel“
- Beginnen Sie den Tag mit einem Müsli, dem Sie frisches Obst hinzufügen.
- Wenn Sie normalerweise nicht frühstücken, bringt ein Obstsaft oder eine Banane Ihren Kreislauf in Schwung und versorgt Sie schon morgens mit Vitaminen.
- Obst, Radieschen, Möhren, Gurkenscheiben, Kohlrabistücke oder ein paar Cocktailtomaten sind die ideale Verpflegung bei der Arbeit. Packen Sie sich diese jeden Morgen ein.
- „Verstecken“ Sie Gemüse und Obst z. B. in Naturjoghurt, Quark, Suppen oder Reispfannen.
- Bereiten Sie Obst und Gemüse so attraktiv wie möglich zu – das verlockt zum Probieren.
- Statt Chips & Co. eignet sich für den Fernsehabend auch klein geschnittenes Gemüse (Möhren, Paprika, Gurke usw.) mit einem Dipp aus Joghurt.
Neben Obst und Gemüse sind Getreideprodukte aus Vollkorn, ungeschälter Reis (Naturreis) und Hülsenfrüchte wichtiger Bestandteil unserer Ernährung und stehen auf der Ernährungspyramidenseite der pflanzlichen Lebensmittel an zweiter Stelle. Bei Getreideprodukten taucht oft die Frage auf, ob Vollkornprodukte generell gesünder sind. Vollkornmehl wird aus dem ganzen Korn gemahlen und enthält somit mehr Vitamine und Mineralstoffe als Auszugsmehl, das nur aus dem Stärkekern des Korns besteht. Die Verdauung von Vollkornprodukten dauert im Körper länger, was sich positiv auf das Sättigungsgefühl auswirkt. Zudem regen die enthaltenen Ballaststoffe den Darm an.
Danach folgen Kartoffeln; die tolle Knolle gilt in der heutigen Zeit oft als Dickmacher, allerdings machen nicht die Kartoffeln dick, sondern die daraus hergestellten Produkte bzw. die Soßen die dazu gereicht werden.
Ernährungsphysiologisch am wenigsten günstig sind Süßigkeiten und Knabbereien oder fettreiche Kartoffelgerichte (z. B. Chips, Pommes), daher stehen diese auf der Pyramidenseite ganz oben. Süßigkeiten und Snacks sind nicht tabu, sollten aber in Maßen verzehrt werden. Konsumieren Sie Schokolade und Co. daher nicht nebenbei, sondern genießen Sie diese ganz bewusst.
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