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ERNÄHRUNG
Fruktosemalabsorption – Wenn Fruchtzucker zum Problem wird

Menschen mit einer Fruktosemalabsorption reagieren mit Unwohlsein auf den natürlichen Fruchtzucker (Fruktose) in Obst und auf zugesetzten Fruchtzucker in Säften, Süßspeisen, Bonbons, Kaugummi und diätetischen Produkten.

Was heißt Fruktosemalabsorption?
Fruktose wird normalerweise vom Dünndarm vollständig aufgenommen und in den Körper weitergeleitet. Bei einer "Malabsorption", das heißt bei einer Störung der Nährstoffaufnahme, ist das nicht der Fall. Schuld daran ist die eingeschränkte Funktion des speziellen Transportssystems "GLUT-5".
Die nicht aufgenommene Fruktose wandert dann in den Dickdarm, wo sie von Bakterien abgebaut wird. Bei diesem Abbau entstehen Darmgase, die Beschwerden wie Blähungen oder Durchfälle verursachen.

Ernährung bei Fruktosemalabsorption
Liegt eine Fruktosemalabsorption vor, müssen fruktosehaltige Nahrungsmittel nicht komplett gemieden werden. Vielmehr geht es darum, die individuell verträgliche Menge herauszufinden. Bei der Auswahl der Nahrungsmittel gilt es dabei auch die Inhaltsstoffe Glukose (Traubenzucker) und Sorbit zu berücksichtigen.

Sorbit, das natürlicherweise in Obst vorkommt, aber auch als „Feuchthaltemittel“ namens E240 vielen Lebensmitteln zugesetzt wird, hemmt die Fruktose-Aufnahme zusätzlich. Deshalb sollten Lebensmittel, die viel Sorbit enthalten vermieden werden.
Glukose ist ein Hilfstransporter, welcher die Aufnahme von Fruktose im Darm erhöht. Je größer der Anteil an Glukose im Produkt, umso besser kann Fruktose aufgenommen werden. Daher ist es wichtig, sich mit dem Verhältnis von Glukose zu Fruktose in Nahrungsmitteln auseinanderzusetzen. Aprikosen, Banane und Grapefruit besitzen beispielsweise solch ein günstiges Fruktose/Glukose-Verhältnis.

Mehr zum Glukose- und Fruktosegehalt verschiedener Lebensmittel finden Sie in einer Tabelle, die Sie sich hier als pdf herunterladen können:

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Tipps bei Fruktosemalabsorption
  • Reduzieren Sie die Aufnahme von Fruktose.
  • Vermeiden Sie die Zufuhr von Sorbit.
  • Verzehren Sie Nahrungsmittel, die ein günstiges Fruktose/Glukose-Verhältnis aufweisen. Hilfreich kann es auch sein, unverträgliche Lebensmittel (z. B. Erdbeeren) mit Traubenzucker zu süßen.
  • Fruktosehaltige Lebensmittel nach einer Mahlzeit, als Dessert verzehrt, werden oft besser vertragen.
  • Essen und trinken Sie Lebensmittel mit Fruktose langsam. (Saft nicht auf einmal trinken!)

Insgesamt gilt: Probieren Sie aus, was Ihnen gut tut!


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