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ERNÄHRUNG
Nahrungsmittelallergie
Unter einer Nahrungsmittelallergie wird eine krankmachende Überempfindlichkeit zumeist gegen körperfremdes Eiweiß (= Allergen) verstanden. Es handelt sich dabei um eine Reaktion des Immunsystems. Sie unterscheidet sich von anderen Unverträglichkeitsreaktionen dadurch, dass im Blut vom körpereigenen Immunsystem produzierte Eiweißverbindungen (=Antikörper) nachweisbar sind.
Beim ersten Kontakt mit einem Allergen bildet der Körper zunächst nur diese Eiweißverbindungen (Sensibilisierung), es treten aber noch keine Symptome auf. Erst bei einem erneuten Kontakt mit dem körperfremden Eiweiß werden Abwehrstoffe (z.B. Histamin) freigesetzt, die unterschiedlichste Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, geschwollene Lippen, Juckreiz, Verschlimmerung von Asthma bis hin zu lebensbedrohlichen Schockreaktionen hervorrufen können. Dabei genügen schon kleinste Mengen, um eine allergische Reaktion auszulösen (dosisunabhängig). Die Symptome können unmittelbar nach dem Verzehr eines Lebensmittels auftreten, aber auch erst 2 bis 48 Stunden danach.
Kinder sind meist gegen tierische, Jugendliche und Erwachsene eher gegen pflanzliche Lebensmittel allergisch:
Säuglinge: Kuhmilch, Ei, Soja und Weizen Kinder: Nüsse, Getreide und (See-)Fisch Erwachsene: Gemüse und Obst, Gewürze, Nüsse, Ei, Milch und (See-)Fisch
Im Säuglings- und frühen Kindesalter erworbene Nahrungsmittelallergien haben eine gute Prognose. Sie verschwinden häufig nach ein paar Jahren wieder, während sie im Erwachsenenalter in der Regel bestehen bleiben.
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