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ERNÄHRUNG
Zöliakie - Leben ohne Gluten

Dass die Ernährung ein sehr wichtiger Beitrag zur Gesundheit ist, wissen Menschen mit der Erkrankung Zöliakie sehr genau. Entscheidend für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden ist, „Gluten“ vollständig zu meiden.

Doch was ist Gluten? Und warum dürfen es bestimmte Menschen nicht essen?
Gluten, auch Kleber bzw. Klebereiweiß genannt, ist in einigen Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und Grünkern enthalten und hat für die Backeigenschaften von Mehl eine zentrale Bedeutung.
Doch Gluten wird nicht von allen Menschen vertragen. Bei Zöliakiebetroffenen führt die Aufnahme von Gluten zu massiven Schäden an der Dünndarmschleimhaut, was wiederum die Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten gravierend beeinträchtigt und dadurch zu Mangelerscheinungen führt. In diesem Fall ist der lebenslange, konsequente Verzicht auf Gluten entscheidend – also auf alle Lebensmittel, die aus den oben genannten Getreidesorten hergestellt werden. Nur dadurch verschwinden so unterschiedliche Symptome wie Durchfall, Gewichts- und Kraftverlust, Bauchschmerzen, Übelkeit und die Dünndarmschleimhaut regeneriert sich wieder.

Alternativen zu glutenhaltigen Produkten
Die Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung wird durch das internationale Symbol für glutenfreie Lebensmittel erleichtert: eine durchgestrichene Ähre. Dieses Zeichen ist mittlerweile auf vielen Produkten (z. B. Brot, Teigwaren, Kuchen, Mehl, Kekse) aufgebracht und garantiert, dass diese glutenfrei und somit speziell für Zöliakiebetroffene geeignet sind. Unterstützung beim Einkauf und der täglichen Ernährung bieten auch Lebensmittellisten, die von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden.

tegut... führt in ausgewählten Märkten über 20 glutenfreie Artikel im Sortiment. Dazu zählen Produkte der Firmen Hammermühle, DS-Food und Pema. Außerdem hat die herzberger Bäckerei bereits seit mehreren Jahren zwei glutenfreie Bio-Brote mit in ihr Programm aufgenommen: das Bio-Buchweizen- und das Bio-Reisbrot, die komplett aus Bio-Zutaten in einer getrennten Backstube gebacken und auch direkt dort einzeln verpackt werden. Beide glutenfreien Bio-Brote sind auf Vorbestellung (mit 2 Tagen Vorlauf) von Dienstag bis Samstag in allen tegut... Märkten erhältlich.

Die folgende Übersicht listet eine kleine Auswahl unbedenklicher und strikt zu vermeidender Lebensmittel auf und soll Ihnen ein erster Anhaltspunkt sein:

Unbedenklich sind:

  • Kartoffeln, Mais, Reis, Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amaranth und daraus hergestellte Lebensmittel
  • Obst, Milch und naturbelassene Milchprodukte ( z. B. Joghurt, Käse, Butter)
  • Marmelade, Konfitüre, Honig
  • Gemüse, Eier, unverarbeitetes Fleisch und Fisch (unpaniert, ungewürzt)
  • Fruchtsaft, Mineralwasser, Bohnenkaffee, Wein, glutenfreies Bier

zu vermeiden sind: 

  • Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern, Bulgur, Couscous, Urfomen wie Kamut oder Emmer und daraus hergestellte Lebensmittel
  • Frühstückscerealien, Desserts mit Körnern, Kräuterquark oder -käse
  • Mehlhaltige Dessertpulver
  • viele Fertiggerichte, Paniermehl
  • Bier, Getreidekaffee und -drinks


Wichtig: Bei Produkten, die nicht das Symbol der durchgestrichenen Ähre tragen, immer das Zutatenverzeichnis lesen!

Tipps im Umgang mit Zöliakie

  • Nutzen Sie die vielfältigen Informationsmöglichkeiten (Arzt, Krankenkasse, Ernährungsberater, Zöliakiegesellschaft, Hersteller). Je besser Sie informiert sind, umso leichter und schneller fällt Ihnen die Ernährungsumstellung.
  • Informieren Sie Familie, Freunde und Bekannte über Ihre Ernährungssituation und stecken Sie immer ein paar glutenfreie Snacks ein.
  • Für schnelle Erfolgserlebnisse in der Küche ist es ratsam, sich Backtipps für glutenfreies Getreide zu holen oder an einem „Zöliakiekochkurs“ teilzunehmen.

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