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ERNÄHRUNG
Lebensmittel-Zusatzstoffe
Heute gibt es ein vielfältiges Lebensmittelangebot, das jedem Verbraucher eine reichhaltige Auswahl liefert. 70-80 % dessen wird mittlerweile in mehr oder weniger verarbeiteter Form angeboten. Der Einsatz von Zusatzstoffen, auch E-Nummern genannt, macht dies möglich.
Was sind Zusatzstoffe und in welchen Lebensmitteln sind sie zu finden?
Zusatzstoffe werden Lebensmitteln während der Herstellung zugesetzt, um bestimmte Wirkungen zu erzielen oder die Beschaffenheit zu beeinflussen. Konservierungsstoffe z. B. verlängern die Haltbarkeit, Emulgatoren verbinden zwei Flüssigkeiten, die sich normalerweise nicht mischen lassen, Geschmacksverstärker und Farbstoffe gleichen Farb- und Geschmacksunterschiede aus, usw..
Hersteller von Lebensmitteln möchten durch den Einsatz von Zusatzstoffen eine beständige Qualität der Lebensmittel erreichen, d. h. die Produkte sollen trotz der natürlich schwankenden Qualität der Rohstoffe, immer gleich aussehen und schmecken.
Derzeit sind in der EU 305 Zusatzstoffe zugelassen. Viele Zusatzstoffe sind vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln bzw. Convenience-Produkten zu finden. Dazu zählen:
- Instant-Erzeugnisse (z. B. Suppen, Soßen, Kartoffelbrei, Cappuccino, Desserts)
- Fruchtgummi
- Schmelzkäse
- Teigmischungen
- Light-Produkte
Kennzeichnung und Zulassung
Zusatzstoffe sind – bis auf wenige Ausnahmen – auf der Lebensmittelverpackung im Zutatenverzeichnis aufzuführen. Es muss sowohl der Klassenname (Emulgator) und die chemische Bezeichnung (Lecithin) oder die E-Nummer (E 322) angegeben werden. Da die Bezeichnungen oftmals sehr lang sind, werden die E-Nummern als eine Art Kurzschrift verwendet. Das „E“ steht für Europa oder auch für essbar.
Bevor ein Zusatzstoff zugelassen wird, erfolgt durch die Europäische Sicherheitsbehörde (EFSA) eine EU-weit gültige Prüfung. Voraussetzung für eine Zulassung ist u. a. die gesundheitliche Unbedenklichkeit.
Zusatzstoffe – gesundheitlich bedenklich?
Trotz umfangreicher Tests vor einer Zulassung von Zusatzstoffen bestehen immer noch einige Unsicherheiten über ihre genaue Wirkung im Körper. Man weiß z. B. noch wenig über mögliche Wechselwirkungen von Zusatzstoffen, d. h. wie Zusatzstoffe wirken, wenn mehrere gleichzeitig aufgenommen werden. Strittig ist auch, ob die Ergebnisse aus den Tierversuchen einfach auf den Menschen übertragen werden können. Sicher ist, dass durch den häufigen Verzehr von Nahrungsmitteln, die mit Geschmacksverstärkern angereichtet sind, der Geschmack für „natürliche“ Lebensmittel ein Stück verloren geht. Die Geschmacksnerven werden durch die künstlichen Substanzen langsam desensibilisiert. „Natürliche“ Lebensmittel erscheinen dann geschmacklos und langweilig. Insbesondere Kinder können durch den häufigen Verzehr solcher Lebensmittel ihren Geschmacksinn nicht vollständig ausbilden.
Ernährungstipp
Wer sich gesund ernährt, d. h. wer aus dem großen Warenangebot frische und wenig verarbeitete Lebensmittel für seine tägliche Ernährung auswählt, kann bezüglich der aufgenommenen Menge an Zusatzstoffen unbesorgt sein. Die beste Möglichkeit, um die Aufnahme von Zusatzstoffen einzudämmen, ist die eigene Herstellung der Speisen aus frischen Rohstoffen. Kräuter und Gewürze verleihen dem Essen einen besonderen Geschmack. Durch diese Maßnahme kann verhindert werden, dass schon über die Hauptspeisen zahlreiche Zusatzstoffe verzehrt werden. Versuchen Sie zusatzstoffreiche Lebensmittel wenn dann nur in Form von Genussmitteln (z. B. Süßwaren, Desserts, Instant-Cappuccino) aufzunehmen. Auch Bio-Lebensmittel und die tegut… Eigenmarken sind für eine zusatzstoffarme Ernährung geeignet. Für Bio-Produkte sind nur 1/10 der im konventionellen Bereich erlaubten Zusatzstoffe zugelassen. Bio-Verbände, wie demeter und Bioland, verfolgen noch strengere Vorgaben und verzichten nochmals auf rund 50 % der im Bio-Bereich erlaubten Zusatzstoffe. Die tegut... Eigenmarken-Hersteller verzichten im Rahmen des tegut… Reinheitsversprechens auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen sowie auf die Verwendung von Farbstoffen und Geschmacksverstärkern.
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